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presseartikel
klimmzüge in sachen humor
närrische turngemeinde: zweimal fünf stunde fastnacht in der jahnhalle in biblis „die schwellköpp“ im „faschings-bootcamp“ männer mit puschel am po
biblis. der broadway in athen mitten in biblis? auch das ist beim fasching der turngemeinde möglich. von garde über männerballett, büttenredner bis elferrat, schwellköpp’, twotoone und „tschuibuja“ war an zwei abenden in jeweils fünf stunden alles geboten, was man vom tg-fasching erwartet.
auf dem „olymp der narretei“ ging es rund, denn schon der schmissige einmarsch des elferrates in begleitung der gardemädchen ließ auf stimmung pur hoffen. mit ihrem gardetanz stimmten die neun jungen damen auf den abend ein. im zweiten teil tauchten sie mit einer modernen choreografie erneut auf und ernteten viel applaus für die schmissige performance.
das protokoll ermöglichte einen kritischen blick auf das abgelaufene jahr. ortspolitisch durfte „als schildbürgerstreich der geplante kauf einer neuen kehrmaschine ebenso wenig fehlen wie der angesetzte verkauf von grundstücken am see in biblis.
der badesee ist mittlerweile dauerprogramm im fasching. protokoller bertram mößlein fragte sich: „es fehlt das geld zur unterhaltung, doch was machte die Verwaltung, mit dem geld vom rwe zu sanieren den see“?
unmut gab es beim kartenvorverkauf für das kikeriki-theater, das in biblis gastierte. im protokoll hieß es dazu: „schnell waren die plätze alle, ein vertreter der gemeinde kaufte karten für die ganze halle“.
mit sphärenklängen kündigte sich das tg-ballett twotoone an. in rot-schwarzem dress zeigten die akteure eine beachtenswerte choreographie, die mit tosendem applaus bedacht wurde. gruselig und extrem gealtert krochen michael jacksons zombies aus „thriller“ mit perfekter gestik schaurig schön beim zweiten tanz der gruppe auf die bühne.
und das kurz bevor der verein 100 jahre alt wird, das gab sitzungspräsident bruno neumann zu denken: „ob man dann wohl so aussieht“?
„die schwellköpp“ hatten ein „faschings-bootcamp“ angesetzt um in der kürze der kampagne motivation zu finden. reihum hatten alle haarsträubende aufträge auszuführen. der applaus des publikums entschied darüber, ob der ständig „hunger“ rufende gerhard baum futter erhielt; nur noch übertroffen von jürgen schmidt, der 15 bauernsprüche rezitieren sollte.
marcel kilian, „der extra iwwer de booschdädder iwwergong kimmt“, nahm als werbemanager slogans unter dem gesichtspunkt pisastudie ins visier. durch wortspiele änderte sich die eigentliche bedeutung immer wieder in fast blutig endende versionen der kilianschen art. erneut war seine täuschend echte grönemeyer-einlage garant für applaus.
im gaspedal verheddert, denn „das ist wie an der orgel mit den pedalen“, hatte sich führerscheinneuling heide neumann, die sich freute, wenn sie „in wattre fotografiert wird“ und „ungefähr weiß wie autofahren geht“.
die problemchen eines 40-jährigen vaters mit dem pubertätssyndromen beim junior, davon erzählte die büttenrede „vater und sohn“. über die eigenen gags mussten clemens und hans-peter kissel lachen. beim lesen wurde beiden bewusst, dass sich wohl vieles sich auf ihr verhältnis übertragen ließ.
euphorische klatschsalven begleiteten das männerballett, das in schwarzen höschen mit rosa puschel am po, dezenten weißen hemden sowie stock und hut „new york, new york“ auf der bühne lebendig werden ließen.
[quelle: starkenburger echo vom 25|05|05 sbi] |
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